Was bisher geschah...
AUF INS RHEINLAND!
Die vierte KunstGucken Tour führte uns mit 25 Gästen ins Rheinland. Erster Anlaufpunkt war das wunderschöne Jagdschlösschen FALKENLUST in Brühl, das zusammen mit dem großen Schloss Augustusburg seit 1984 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Beeindruckende Handwerkskunst zeigt sich vor allem im exotischen Lackkabinett, im einfallsreichen Spiegelkabinett sowie in dem lichtdurchfluteten Treppenhaus, das vollständig mit den bekannten blau-weißen Delfter Fliesen ausgekleidet ist.
Die Bonner Südbrücke war uns gnädig und leitete uns zur Doppelkirche in Schwarzrheindorf auf der rechten Rheinseite. Dieses romanische Kleinod überraschte uns mit der ausgefallenen Architektur von zwei übereinander angeordneten Kirchenräumen, die durch eine zentrale Auslassung in der Decke bzw. Boden verbunden sind. Der komplexe Bilderzyklus des Ezechiel ist einzigartig in seiner monumentalen Malerei und verbindet inhaltlich Ober- und Unterkirche. Ein anschließender Gang durch die wunderbar erhaltene Zwerggalerie vermittelte Luft und Leichtigkeit.
Das VISTA BRAVA am Bad Honnefer Fähranleger versorgte uns mit Tapas und Getränken, so dass wir gestärkt mit der Fähre zum Museum Arp in Rolandseck übersetzen konnten. Das Museum Arp bot neben der Sammlung Arp zwei aktuelle Ausstellungen an: "Wirklich/Really" oder "Zu den Sternen". So mussten sich unsere Gäste entweder für fakes in der Kunst oder für die künstlerische Thematisierung des Weltraums entscheiden.
Nach der Fährrückfahrt über den Rhein setzte der Besuch der Sammlung KAT-A von Andra Lauffs-Wegner einen fulminanten Schlusspunkt unter einen Tag mit unterschiedlichsten Kunsterlebnissen. Eloquent und engagiert stellte uns Frau Lauffs-Wegner Werke aus ihrer Sammlung vor, die in der diesjährigen Ausstellung "BRUTALISM" präsentiert werden. Mit vielen (Hintergrund) Informationen war es ein Leichtes, zu den zeitgenössischen Werken einen Zugang zu finden. Bei dem anschließenden Spaziergang durch den angrenzenden Park begleitete uns Frau Lauffs-Wegner und erläuterte auch dort ihre im Freien ausgestellten und für die Öffentlichkeit frei zugänglichen Sammlungsstücke.
Wie immer bildete ein gemeinsames Abendessen den Abschluss eines kunstintensiven Tages. Im gemütlichen Weinhaus STEINBACH in Rhöndorf konnten wir uns unter einem großen Rebendach bei Winzerwein und Flammkuchen über das Erlebte austauschen.
WUPPERTAL und VELBERT
Im Juni 2026 führte uns unsere dritte KunstGucken-Tour mit 22 Teilnehmer/innen zunächst nach Velbert und anschließend nach Wuppertal.
Im kleinen zu Velbert gehörenden Wallfahrts-Örtchen Neviges war der zweitgrößte Dom in Nordrhein-Westfalen, St. Maria , Königin des Friedens, unser Ziel. Der von dem renommierten Architekten Gottfried Böhm geplante Bau im Stil des 'Beton Brut' begegnete uns zunächst wie eine expressionistische Monumentalplastik. Eingebettet in die Hügellandschaft des Bergischen Landes bot die mit Zeltdächern vergleichbare Dachfläche einen Bezug zur Pilgerschaft und ihrer Nicht-Sesshaftigkeit. Ein kurzer Pilgerweg führte über zahlreiche Stufen hinauf zum Eingangsbereich, der uns in einen asymmetrischen Innenbau mit zentral angelegtem Altar führte.
Beeindruckend waren die ebenfalls von Gottfried Böhm gestalteten farbigen Fenster, die bei Sonneneinfall ein facettenreiches Farbenspiel boten und das nahezu mystisch wirkende Dunkel im weiten Innenraum aufbrachen.
Es folgte ein Besuch des Skulpturenparks Waldfrieden, zu dem unsere Gäste Informationen zu Tony Cragg, zu Rebecca Horn und ihrer derzeit laufenden Sonderausstellung sowie zu verschiedenen Künstlern, die mit ihren Skulpturen im Park vertreten sind, erhielten. Ein wohlverdiente Mittagspause gab es im Café Podest, das im Park angesiedelt ist.
Nach dem kurzen Ausruhen bot uns Till Köster im von-der-Heydt-Museum eine exzellente Führung durch die Ausstellung Carl Grossberg sachlich-magisch-visionär mit zahlreichen Hintergrundinformationen zum Werden und Wirken des Malers in seiner Zeit.
Schließlich öffnete uns Michael Dekker, ein Meisterschüler von Tony Cragg, die Tür zu seinem Atelier. Bereitwillig gab er zu den vielen Fragen der Besucher/innen Auskunft und erläuterte uns seine Arbeiten, die, teils von beeindruckender Größe, in seiner Werkstatt zu bestaunen waren.
Den Tag durften wir bei einem vorzüglichen kleinen Abendessen im empfehlenswerten Restaurant 'SCARPATI' in Wuppertal-Vohwinkel ausklingen lassen, bevor uns der zuverlässige Fahrer des Busunternehmens HÜLSER wieder nach Düsseldorf und Voerde zurückbrachte.
METTINGEN und OSNABRÜCK
Zu Jahresbeginn 2026 waren Mettingen und Osnabrück das Ziel unserer zweiten KunstGucken Tour, an der 22 Kunstinteressierte teil nahmen.
Zunächst besuchten wir die Draiflessen Collection in Mettingen. Das Museum der Familie Brenninkmeyer (C & A) wurde 2009 in einem architektonisch großzügig gestalteten Neubau eröffnet. Wir sahen die Ausstellung „Magische Frauen“ mit Werken zeitgenössischer Künstlerinnen sowie, als spannendes Gegenüber, die Ausstellung „Der Teufel“ .
Eine kleine Mittagspause im nah gelegenen Restaurant „Einklang“ gab die Möglichkeit zur Stärkung, aber auch zu regem Austausch über das Gesehene.
Weiter ging es auf der Fahrt nach Osnabrück mit Informationen zur Stadtgeschichte mit dem Rathaus des Westfälischen Friedens und dem Dom St. Petrus, in dem vor allem das romanische Triumphkreuz die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Anschließend führte der Weg zum Felix Nussbaum Museum, das in dem ikonischen Bau von Daniel Libeskind untergebracht ist. Eine lebhafte Führung brachte uns das Werk des Osnabrücker Künstlers Felix Nussbaum, der 1944 als Jude in Auschwitz ermordet wurde, nahe.
Einen Atelierbesuch bei dem Künstler Thorsten Pracht stellten wir an das Ende unseres Besuches in Osnabrück. Arbeiten mit Skalpell, Papier und Schablone brachten die Tourteilnehmer immer wieder zum Staunen und zu zahlreichen Nachfragen zur aufwändigen Technik seiner Werke, den ‚Photographismen‘.
Das gemeinsame Abendessen in dem empfehlenswerten Restaurant ‚Zinnober‘ bot schließlich die Gelegenheit, den Tag noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen.
SOEST
Im Oktober 2025 startete unsere erste KunstGucken-Tour mit 24 Teilnehmern am spätgotischen Osthofentor der Stadt und führte uns anschließend in die sehenswerten Kirchen St. Maria zur Wiese und St. Maria zur Höhe. Ein kurzer, aber sehr informativer Blick in den St. Patrokli Dom beendete den architektonischen Teil der Besichtigung.
Ein Mittagssnack in dem schön gelegenen Bistro SOLISTA gab Gelegenheit zu einem ersten Austausch zwischen den Teilnehmern aus Düsseldorf und Voerde. Gestärkt und erholt ging der Weg weiter zum Wilhelm-Morgner-Museum. Der neue und sehr engagierte Museumsleiter, Michael Stockhausen, ließ es sich nicht nehmen, uns die Werke der Künstler/innen vorzustellen, die in die engere Auswahl bei der Vergabe des Wilhelm-Morgner-Preises 2025 kamen. Darüber hinaus präsentierte er uns die Sonderausstellung „Michel M. – Unbestimmte wahrheiten …“ und ließ uns einen Blick auf die ständige Sammlung werfen.
An den Schluss dieses kunsterfüllten Tages stellten wir den Atelierbesuch bei der mexikanisch-deutschen Künstlerin Sandra del Pilar. Die international erfolgreiche Sandra del Pilar gab uns einen detaillierten Einblick in ihr Schaffen und erläuterte einige ihrer in Arbeit befindlichen Werke.
Auf dem Weg zum gemeinsamen Abendessen im Traditionsrestaurant Haus DELECKE oberhalb des Möhnesees, machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Drüggelter Kapelle, ein verstecktes romanisches Kleinod.
Am Abend brachte uns der komfortable Bus des Reiseunternehmens Hülser aus Voerde zurück an den Niederrhein.
























